Dr. med. univ. Metin Aysel

Eidg. Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie

Mitglied der FMH
Ich durfte in meiner Ausbildung Aspekte der Gesprächspsychotherapie, der Spieltherapie und der kognitiven Verhaltenstherapie kennenlernen. Eine interdisziplinäre Herangehensweise in der Therapieplanung beurteile ich als unumgänglich. Der empathische Dialog in der Einhaltung der individuellen Grenzen meiner PatientInnen erfordert auch eine Anpassung der angewandten Methoden. Lachen und insgesamt der humorvolle Umgang mit Leid gehören zur Therapie. Oft ist unser Blick verschleiert durch die zahlreichen psychosozialen Belastungsfaktoren im Alltag. Wir werden regelrecht von negativen Gedanken überrollt.

Eine positiv-realistische Betrachtungsweise ermöglicht unsere beinahe automatisierte negativ-subrationale Sichtweise wieder ins Gleichgewicht zu rücken. Daneben werden oft sogenannte „kardiale“ Faktoren in unserem Zeitalter übersehen. Das Herz, obwohl doch so überwältigend in der Prominenz unserer Befindlichkeit, wird oft aufgrund der vernunftlastigen Alltagsgestaltung übersehen und vernachlässigt. Ein additiver Ansatz in der Psychotherapie ist die Vereinigung von Herz und Vernunft. Erst das Bewusstsein über die Existenz von verschiedenen Lebenskreisen in denen wir uns in jedem Moment unseres Seins befinden, und die damit verbundene versetzte Wahrnehmung des Zeiterlebens ist es möglich gemeinsam mit den Betroffenen Ansätze für die Reaktivierung von Potenzialen und Ressourcen zu entdecken, aber auch zu entwickeln.

Es existieren mindestens der Lebenskreis des Körpers, des Herzen und der Seele. Das Dasein und die Wahrnehmung eröffnen einem jedoch die Wahrnehmung über verschiedene Dimensionen des Seins. Man stelle sich vor, dass man am Vortag vom wunderbaren Urlaub auf den Malediven zurückgekommen sei. Mit dem Körper befinden wir uns an einem bestimmten, im Unterschied zum Vortag ganz anderen Ort. Doch unsere Seele liegt noch am Strand und geniesst die Brise des Windes. Und unser Herz ersehnt sich aber bereits dem Wiedersehen mit der besten Freundin am Folgetag. Im selben Moment unseres Seins-Bewusstseins erleben wir bewusst oder unbewusst verschiedene Eindrücke.

Genauso haben psychosoziale Faktoren, jedes Wort, jedes Erlebte in jedem Moment unseres Seins unterschiedliche Einflüsse auf unterschiedliche Lebenskreise unseres Seins. Und genau so haben diese unterschiedlichen Lebenskreise ihre unterschiedlichen Bedürfnisse. Lässt man den Körper aushungern, treten bestimmte Mangelerscheinungen zu Tage. Ebenso bedarf es einer entsprechenden „Nahrung“ beziehungsweise ausgeglichenen Bedürfnisbefriedigung für unsere anderen beiden Lebenskreise.

In der Zusammenstellung unseres Teams lege ich ganz besonderen Wert auf einen empathischen, sympathischen und menschlichen Umgang mit den Mitmenschen. Ein harmonischer Umgang und besondere Stärken in diadischen Problemlösestrategien wie auch eine starke Sozialkompetenz sind wahrscheinlich die wichtigsten Punkte, auf die ich besonders versuche zu achten.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme. Wir hoffen Ihnen mit unseren Ansätzen und unserem Zugang in der Bewältigung der psychischen Schwierigkeiten hilfreich zur Seite stehen können und Ihnen und Ihrer Familie somit ermöglichen können Luft zu holen. Wir hoffen dann selbstverständlich und freuen uns umso mehr, wenn Sie mit diesem Atem in die unendlichen Sphären des Seins abtauchen können und unsere Unterstützung beim Höhenflug dann nicht mehr brauchen.

Curriculum vitae

Schulausbildung

09/88 – 05/96 Bundesrealgymnasium
2700 Wiener Neustadt, Zehnergasse 15
10/96 Matura

 

Studium

10/96 – 12/05 Studium der Medizin, N 201 an der Medizinischen Universität Wien
08/05 Gaststudent über die Sommerferien an der Addis Ababa University, Medical Faculty Dept. of Pediatrics and Child Health, Äthiopien

 

2005/2007 Wissenschaftliche Arbeit an der Universitätsklinik für Neuropsychiatrie des Kindes- und Jugendalters, AKH-Wien „Psychopathologie von Migranten- und Flüchtlingskindern, ursächliche Faktoren und präventive Maßnahmen“

 

seit 2013 Etablierung und Organisation der
International Congress of Nefs Science I – VI (2014-2019)

 

2016 Präsident, Intitiator und Gründungsmitglied der
„Association for Psychological and Spiritual Sciences – APSS“ www.apss.eu

 

Facharztausbildung für Kinder- und Jugendpsychiatrie

 

09/05 – Mitarbeit auf der Station E06 der Universitätsklinik für Neuropsychiatrie des Kindes- und Jugendalters AKH-Wien als klinischer Beobachter
06/07

 

07/07 – Psychiatrische Dienste Aargau, Kinder- und Jugendpsychiatrischer Dienst Aargau
12/08

 

01/09 – Kinder- und Jugendpsychiatrischer Dienst Zürich, Fachstelle für Kinder- und Jugendforensik Universitätsklinik Zürich
12/11

 

01/11 – Sanatorium Kilchberg, Fremdjahr Erwachsenenpsychiatrie im Rahmen der Facharztausbildung für Kinder- und Jugendpsychiatrie.
12/11

 

01/12 – Schweizerisches Epilepsiezentrum, Fremdjahr Neurologie im Rahmen der Facharztausbildung für Kinder- und Jugendpsychiatrie.
12/12

 

01/13 – Kinder- und Jugendpsychiatrischer Dienst / Universitätsklinik Zürich, Zentrum – stationär
09/14

 

10/14 – Kinder-und Jugendpsychiatrischer Dienst / Universitätsklinik Zürich, Nachtarzt
12/19

 

03/15 Facharztprüfung im Fach Kinder- und Jugendpsychiatrie

 

2015 Praxistätigkeit im Erwachsenenbereich bei Hrn. Dr. Ahmet Dervisoglu, Basel

 

2017 – Praxistätigkeit im Erwachsenenbereich bei Hrn. Dr. Urs Dudle, Zürich
2019

 

Vorträge / Öffentlichkeit / Publikationen

2006 “Kulturspezifische Aspekte im Umgang mit Behinderung aus islamisch – türkischer Sicht“, Krankenhaus Barmherzige Brüder, Institut für Sinnes- und Sprachneurologie, Gesundheitszentrum für Gehörlose, Linz

 

Abstracts Kanita Dervic, Türkan Akkaya-Kalayci, Nestor D. Kapusta, Marihan Kaya, Elisabeth Merl, Elisabeth Vogel, Metin Aysel, Elisabeth Pellegrini, Max H. Friedrich, Suicidal ideation in Viennese secondary school pupils. Abstract book, 15th Congress of the Association of European Psychiatrists (AEP), Madrid, Spain, 17-21 March, 2007

 

Poster “Psychical illness of Turkish Migrant Children and Adolescents. Psychopathology and Protective Factors”, M. Aysel, M. Gutmann, M. Arslan, T. Akkaya-Kalayci, K. Dervic, B. Schuch, C. Popow Medical University of Vienna, Dept. of Child and Adolescent Psychiatry, 3 rd PhD Symposium of the Young Scientists Association of the Medical University of Vienna, June 21-22, 2007“Are there Temporal Variations in Youth Suicide”, Kanita Dervic, M.D., Nestor D. Kapusta, M.D., Thomas Niederkrotenthaler, M.D., Metin Aysel, M.D., Martin Voracek, Ph.D., Lisa Loibl, Ph.D., Heiner Meng, M.D., Gernot Sonneck, M.D., Max H. Friedrich, M.D., IACAPAP Congress Istanbul 30.04-03.05.2008, Istanbul,

 

Preise Kanita Dervic, Türkan Akkaya-Kalayci, Nestor D. Kapusta, Marihan Kaya, Elisabeth Merl, Elisabeth Vogel, Metin Aysel, Elisabeth Pellegrini, Max H. Friedrich, Suicidal ideation in Viennese secondary school pupils. Posterpreis der ÖGPP (Österreichische Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie), Salzburg 2007

 

2010 „ADHD“„Depression im Kindes- und Jugendalter“

„Störung des Sozialverhaltens“

„Pubertät und Kommunikation mit Pubertierenden“

Im Rahmen des Projektes „Prävention statt Intervention“, Integrationsförderung der Stadt Zürich, Laienfortbildung (Vortragssprache: Türkisch)

 

seit 2018 „Einordnung psychischer Krankheitsbilder“, Referent im Rahmen der Weiterbildung des Schweizerischen Zentrums für Islam und Gesellschaft der Universität Freiburg „Muslimische Seelsorge und Beratung im interreligiösen Kontext“

 

eingereicht:  „Mental health problems of children and adolescents, with and without migration background, living in Vienna, Austria” Maria Teresa Gutmann; Metin Aysel; Zeliha Özlü-Erkilic; Christian Popow; Türkan Akkaya-Kalayci, Child and Adolescent Psychiatry and Mental Health